Louis
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Louis Geschichte

Louis ist, wie sicher schon bemerkt, kein Corgi, sondern ein Biewer- Yorkshire- Terrier.
Etwas zu groß für seine Rasse, für mich genau richtig, fand er den Weg zu uns:
Ich war einmal mehr auf dem Hundeplatz in Gotha um mit meinen Schätzen zu üben.
Eine Dame kam zu uns auf den Platz. Meinen Trainern war sie bekannt.
Sie suchte einen Platz für einen Ihrer Hunde, da sie wegen schwerer Krankheit einen langen Krankenhausaufenthalt auf sich nehmen muss.
Ich bot mich sofort für ein Gespräch an und fragte, was es denn für ein Hund sei?
Sie ging daraufhin zum Auto und holte PEPPER heraus.
An der Leine war er von seiner Umgebung nicht sonderlich begeistert, er bellte, was das Zeug hielt.
Ich dachte oh oh... der zukünftige Besitzer wird seine Freude daran haben.
Ich schoss einige Fotos.
Sie bedankte sich bei uns, dass sie vorsprechen konnte und verlies den Platz.
Meine Trainer erzählten mir anschließend von dem schicksalhaften Leben dieser armen Frau.
Mich lies das alles tagelang nicht zur Ruhe kommen und ich dachte und dachte und dachte...
5 Hunde? Meine Eltern? Vernunft? Zeit? Gewissen?
Wenige Tage später besuchte ich die Dame mit einer Freundin in Wahlwinkel.
Sie freute sich sehr. Wir tranken Kaffee, wir erzählten und 3 Stunden verflogen wie wenige Minuten und meine Trauer um diese ganze Situation stieg.
Wir entschieden uns den kleinen Schabernack mitzunehmen, sofern sie ihn uns überlassen wolle.
Pepper benahm sich anstandslos gentleman like. Schmuser, Lecker und ruhiger Couchnachbar machten ihn sehr sehr liebenswert.
Peppers Züchterin war sehr erleichtert und freute sich, dass sich ein neues und gutes Zuhause gefunden hatte.
Alle Papiere wurden ausgefüllt und unterzeichnet, Pepper wurde noch einer 5- Minuten- Schönheitskur unterzogen.
Wir verabschiedeten uns, versprachen in Kontakt zu bleiben und machten uns auf den Weg nach hause.
Absolut ruhig und entspannt genoss er die Autofahrt.
Zuhause angekommen machten wir einen Spaziergang mit dem Hund meiner Freundin.
Auch hier wirkte er absolut souverän.
Nach diesem Spaziergang nahm meine Freundin ihn bei sich auf.
Da sich dort leider die Situation ergab, dass sie ihn nicht mehr behalten konnte, und es mir das Herz gebrochen hätte ihn nach Wahlwinkel zurück zu bringen nahm ich ihn kurz über lang bei mir auf.
Ich setzte mich zuhause durch und nun huscht ein kleiner weißer, mit langem und NOCH super sauberem Fell zwischen meiner Corgi- Bande herum.
Unerschrocken wehrt er sich gegen ihm unbekannte Hunde bis er schnuppern darf.
Eingekuschelt sucht er nachts meine Nähe, mein Corgi Pepper teilt mit ihm... was zuvor noch nie vorgekommen ist.
Das einzige Problem war die Namensgebung. 2 Pepper im Haus? Das findet mein Chef Pepper sicher nicht spannend und so hab ich mich auf die poetische Reise der Namensfindung begeben und bin bei Louis hängengeblieben. Warum? Keine Ahnung... Netter Hund, netter Name... passt ;-)
(Da Luis eine Form des Namens Ludwigs ist, wird daraus auch die Bedeutung hergeleitet.
Ludwig wurde aus den althochdeutschen Wörtern für “laut, berühmt” und “Kampf” gebildet.)
Ich denke und hoffe, dass wir gut miteinander zurecht kommen und viel von einander lernen können, bevor ich noch Corgi- Betriebsblind werde...
Und das erste, was ich lernen muss... Biewerhaare kämmen...

Neues
Louis ist fast ein Corgi. Mutig sprintet er vor, um sich dann hinter seine Kollegen zu stellen... so... jetzt seid ihr dran.
Ein toller Hund!


Louis