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b.a.r.f.

B.A.R.F.

englisch: Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter)
deutsch: Biologisches Artgerechtes Rohes Futter

Seit unser Louis bei uns ist, musste ich mich gänzlich auf unseren schlechten Fresser umstellen.
Das Futter bitte sehr klein, vorzugsweise weicher und bitte mit Quark.
Selbst dann hat er mich durch zeitweilige Futterverweigerung kritisiert.
Kurz über lang erzählte mir eine Freundin, dass sie zum b.a.r.f.en übergehen möchte.
Bis dahin ein von mir sehr kritisch betrachtetes Thema, gerade weil Wochen zuvor meine Angelie durch unverdaute Knochen und der daraus resultierenden OP (und Herzfehler) verstorben war.
Da ich aber neuen Themen immer sehr offen zugewandt bin, wollte ich mich vor einer überschnellten negativen Meinungsbildung von den nun entweder Vorteilen oder eher Nachteilen dieser Ernährung überzeugen.
Ich ging in ein Internetforum. Dort wurde mir sehr zur Seite gestanden, viele Fragen wurden beantwortet.
Alles kann auch dort nachgelesen werden.
Ich kaufte mir 2 Bücher:
"B.A.R.F. - Artgerechte Rohernährung für Hunde. Ein praktischer Ratgeber"
von Sabine L. Schäfer (Autor), Barbara R. Messika (Autor)
Einer der Autorinnen steht mir sehr hilfsbereit bei jeder Frage zur Verfügung! Vielen Dank Barbara!
"Natural Dog Food. Rohfütterung für Hunde - Ein praktischer Leitfaden"
von Susanne Reinerth (Autor)
Ich sog den Inhalt der Bücher regelrecht in mich auf.
Dort standen so logische Dinge geschrieben, die es mir unmöglich machten zu verstehen, warum ich mich nicht viel früher mit diesem Thema auseinander gesetzt habe.

Zum Beispiel?

Wir lieben unsere Hunde, warum kümmern wir uns dann nur durch einen Gewissenskauf Premiumfutter um unsere Süßen.
Ich füttere zwar schon über ein Jahr getreidefreies Trockenfutter, aber trotz allem ist es Trockenfutter, Tüte auf, Napf voll - fertig.
nicht zeitaufwendig, einfache Handhabung, aber... so was von wenig artgerecht.

oder

KEINE KNOCHEN
Genau! Keine vom Schwein und auf keinen Fall erhitzte Knochen.
Aber sonst bitter gern alles.
An was verstarb meine Angie?
An erhitzen Knochen vom Schwein. Diese Unwissenheit und bis dato Desinteresse macht mich sehr wütend auf mich selbst.

oder

Ich bin ein Vegetarier, wie bitte vereint sich das?
Nun ja, ICH bin vielleicht ein Allesfresser (... worüber sich diskutieren ließe -)) aber mein Hund ist nun mal nen Fleischfresser, ein Jäger, ob wir wollen oder nicht.
Und wer denkt, unser Hund hat diesen Drang, diesen Instinkt verloren, oder sein physischen Eigenschaft haben sich seither verändert, dem lege ich sehr sehr nahe dem eigenen Hund beim benagen eines Fleischknochens zu beobachten.
Von wegen!
Natürlich ist es für mich keine Erfüllung Innereien zu wolfen, Knochen zu teilen oder dergleichen, aber ich bin es meinen Hunden schuldig... wie immer wieder erwähnt, SIE haben sich zu keinem Zeitpunkt ausgesucht bei mir zu leben, sondern ich habe diese Entscheidung getroffen.

oder

Kosten
Nun glaubt natürlich fast jeder, dass b.a.r.f.en teurer ist.
Ja, für die, die ein normales, gutes Hundefutter kaufen ist es teurer.
Für die, die ein normales Premiumfutter kaufen, entstehen nicht merklich mehr Kosten, als vorher.
konkret:
Ich beziehe einmal im Monat ca. 17 kg Trockenfutter für ca. 55 € (Da ist übrigens Spezialfutter für den Mäkler mit dabei).
Ich bleibe mit b.a.r.f. weit unter diesen 55 €.
Gemüse und Obst der Saison ist nicht teuer im Moment. Gartenfreaks können einfrieren.
Nahrungszusätze halten sehr lang, da man nur ab und an und sparsam dosiert.
Knochen werden einem teilweise hinterher geworfen. Wirklich teuer ist das reine Fleisch, WENN man es beim Fleischer oder im Bioladen bezieht.
In Discountläden gibt es günstig Innereinen oder Fleisch "nach Feierabend".
Auch im online- shop kann fast alles bestellt werden (Gefrierware).
Auch hier bleibt jedem der Bezug selbst überlassen.
Ich persönlich habe mich für den Online- Bezug entschieden. Er funktioniert high- tech- mäßig schnell, unkompliziert und man erhält super Ware in allen Mengen, meine Knochen erhalte ich beim Fleischer meines Vertrauens ;-)
Nun ja, ich könnte hier Unmengen mehr aufschreiben (werd ich vielleicht auch noch), aber das soll nicht der Sinn der Sache sein.
Ich habe dieses Thema eröffnet, um euch meine Beobachtungen, ob nun Verbesserungen oder Verschlechterungen mitzuteilen, Erfahrungen eben.

Natürlich könnte ich genauso nach einer gewissen Zeit zurück zur Moderne kommen und Trockenfutter "neu" entdecken.
Aber diesen Versuch bin ich schuldig und her je... ich kenne bisher keinen, der diesen Schritt zurück gegangen ist.
Auch bitte ich darum, dass niemand sich von diesen Zeilen angegriffen fühlt, denn jeder soll dem nachgehen,
von dem er ÜBERZEUGT ist.

Ich habe also nun begonnen, von heut auf morgen umzustellen.
Alle vier gleichsam.
Ich habe dazu ein paar Präparate in verschiedene Shops besorgt.
Zusätzlich dazu abgepackte Futterrationen, bis meine Verhandlungen mit den Fleischereien beendet sind ;-)
Das ist keine leichte Aufgabe.
Obst und Gemüse ist als Vegetarier mein Klientel, daher betrachte ich das sorglos.
Nüsse und Eier stehen bereit.
Ich habe mich aber auch beim b.a.r.f.en GEGEN Getreide- und Milcherzeugnisse entschieden.
Weil diese nicht wirklich auf dem Speiseplan wildlebender Caniden stehen (Getreide findet der Canide vielleicht noch im ein oder anderen Magen seiner Beute, aber das auch nur ca. 3 Monaten, in denen das Getreide reif ist).

Mein erster b.a.r.f. Tag war der 23.07.2007
Ich zückte meine selbst erstellte b.a.r.f. -Liste (Futtermengenangaben, also wie viel Gemüse, Obst, Fleisch und Knochen am Tag)
Ich habe Putenfilets gekauft und geschnitten, ein Fleischer hat mir ein paar Rinderknochen geschenkt. Danke!
Zuhause wurde das Fleisch liebevoll angerichtet ;-) zusammen mit pürierten Karotten, Chinakohl und Gurke.
Dazu gab es eine Messerspitze Vitamin C, Süßalgen, Olivenöl und Karottensaft, verfeinert mit Dorschspänen.
Alle meine Hunde sind wie wild drauf gewesen, außer... LOUIS.
Diese verwöhnte Göre.
Am selben Abend gab es im Garten die geschenkten Knochen.
Meine Hunde labten sich daran, sie fanden es toll und waren für mindestens eine halbe Stunde beschäftigt... außer... LOUIS.
Er roch mal, kaute mal, aber neee...
Nun ja, mein kleiner Freund, wir bringen dich noch auf den Geschmack! Warte nur!
Als Fazit war alle sehr zeitaufwändig am ersten Tag.
Aber so ist es immer.
Sobald die Routine kommt, wird alles gut.
Auch die Erstanschaffung ist recht zeitaufwändig, wie auch kostenintensiver.
Alles in allem fand ich den ersten Tag jedoch ab in dem Moment gelungen, als meine Hunde zu ihren Näpfen rannten und Knochen in den Augen hatten ;-)
Seien wir gespannt, wie meine Kleinen sich entwickeln werden.
Wie jetzt? Nun ja: Sie sollen laut Literatur und Praktikern lebenslustiger, gesünder, attraktiver werden..
Klar unsere Hunde sind allesamt SOWIESO lebenslustig, gesund und attraktiv, aber darfs auch noch ein bisschen mehr sein? ;-)
Ich möchte noch einmal ausdrücklich sagen, diese eröffnete neue Seite soll kein Leitfaden für b.a.r.f. werden, sondern nur eine Informationsquelle und Erfahrungssammlung werden.
Denn am Ende gibt es so viele sehr viel kompetenteren Leute, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, Jahrzehnte vorher.
Denn b.a.r.f. gab es schon immer und ist kein "amerikanischer Traum".
Viel Spaß ;-)

28.08.2007
So der erste Monat ist vorbei.
Meine Angst ist überwunden, so gut wie zumindest.
Meinen Hunden geht es sehr gut, keiner scheint Mängel zu haben.
Die Racker stehen vorm Futternapf und freuen sich wie verrückt auf den Inhalt... eine "Hundeprozentige" Verbesserung zu vorher... und LOUIS AUCH :-) und dazu auch noch gern ;-)
Was ich jedem nahe lege:
Übernehmt die Werte aus der diversen Literatur. Aber wiegt eure Hunde.
Die theoretischen Futtermengen sind bei Pepper sehr gut.
Bei Daisy und Louis zu wenig, bei Aki zuuuu viel grins.
Da ist wirklich Testen das einzig wahre Werkzeug.
Markknochen lassen meine Hunde liegen, nachdem sie das Mark herausgeschleckt haben... ganz ganz übel für den Rasenmäher, wenn das Gras zu hoch ist ;-)
Rinderfleischknochen, ganze Fische, diverse Hälse und Kehlköpfe sind eine Gaumenfreude für meine Hunde.
Calziumzitrat hab ich sehr preiswert aus der Apotheke bekommen, davon gibt es ein Häufchen an knochenfreien Tagen,
die sind meistens alle 2 Tage... ganz preiswert gehts mit Eierschalenpulver.
Das Fleisch, was ich beziehe ist grob gewolft, d.h. für meine Vegetarieraugen ist nicht mehr zu erkennen, welches Teil des Tieres das einmal war.
Sonntags ist "vegetarischer" Tag. An ihm gibt es alle Zusätze und einen Becher Quark mit Honig ( ja, ich weiß, nicht rohwertig, aber die Hunde findens gut).
An Obst und Gemüse nehme ich das Gängige. Grad jetzt im Spätsommer wird das meiste Obst, wie auch Gemüse reif.
Gern püriere ich auch mal Löwenzahn und anderes Grüne von der Wiese.
Fast immer ist ne Möhre mit drin.
Wenn alles mal aus ist, ist es auch nicht schlimm, dann gibt es Fleisch pur und nen Schuss Öl.
Aber auch die neuen Obstdrinks oder Gemüsesäfte aus der Kühltheke erfüllen diesen Dienst, gerade auch im Urlaub.
Ich bin sehr zufrieden mit dem bisher erreichten, meine Hunde auch.
Denn denen schmeckts und sie haben zu tun.
In diesem Sinne... guten Appetit.


September 2008
Über ein Jahr ist es nun her, dass ich mich ängstlich, aber dennoch überzeugt dem barfen gewidmet habe... und... ich bin immer noch dabei.
Die Routine ist eingekehrt, alles läuft mit wenigen Handgriffen ab... wie versprochen.
Ich habe viele neue, preiswerte Futtershops erschlossen und für mich gibt es nichts anderes mehr.
Viele Leute, darunter auch Tierärzte stehen der Rohernährung sehr skeptisch gegenüber. Sollen sie auch, ich war es ja viele Jahre auch. Ich denke aber eben, dass man sich zuvor ausgiebig und OBJEKTIV mit dieser Sache- wie mit jeder anderen auch- beschäftigen sollte und dann ein begründetes Urteil fällen kann.
Unter- bzw. Überdosierungen von Nahrungszusätzen können freilich passieren... aber,

1. lernt man;
2. sollte man mds. einen Monat Futtergabe betrachten, um eine Unausgewogenheit diagnostizieren zu können und
3.!!!! erzähl mir einer von einem konventionellen Futter, welches NICHT über- bzw. unterdosiert ist in ihren Fleisch- und Ergänzungsmitteln.


Und dieses füttern wir nun mal eben nicht nen Monat, sondern Jahre-
von den von manchen Futterherstellern durchgeführten "Verträglichkeitstests" mal gänzlich abgesehen.
Auch sind Rohfütterer nie davor bewahrt, dass ihre Tiere krank werden oder früh sterben, aber sie sind meiner Meinung nach trotzdem den Bedürfnissen ihrer Karnivoren nachgekommen. Und ich muss sagen,
nicht mal mein ... -oh es regnet draußen- ich muss niesen- Louis
war seit der Umstellung krank. Zudem hat er seit lang 3,5 kg zugenommen.
Und ein Zusatz maße ich mir noch an: Meiner ganz persönlichen Meinung nach, sollte man auch noch spezifizieren. Ich denke, es kommt nicht darauf an,
wie alt man wird, sondern WIE, also unter welchen Umständen man alt wird... wie bei Menschen eben auch.
Ich bin vom Rohernähren überzeugter, wie je zuvor! So sehr, dass ich jetzt sogar mein Findelkätzchen Amy barfe. Und liebe Hundebesitzer... durch die Domestikation unserer Hunde ist das barfen von Hunden weitaus leichter, als bei unseren noch immer sehr ursprünglichen Raubtigern :-)
Fragt, bei Interesse wann, wie und so viel ihr wollt...
Und... wie in jedem Abschnitt... bitte... jeder soll nach bestem Wissen und Gewissen und seiner Überzeugung... füttern, wie er es für richtig hält, solang es im Einklang zum Hund steht.
Viele Barfer... so wie ich auch... sind durch Umwege auf diese Ernährungsweise gekommen... kranke Tiere, Futtermäkler, Aggressionen... meistens bedarf es also immer einem kleinen *Schups* ;-)
Fazit nach einem Jahr barf:. ALLES OK :-)


 


Shops Interessantes
www.futter-fundgrube.de www.dergruenehund.de
www.lillysbar.de www.gesundehunde.com
ww.frostfutter.de www.westiepalace.de
www.lunderland.de dubarfst.de
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www.pahema.com mietzmietz.de
www.tackenberg.de www.alain-vom-moritzstein.de
www.frische-tiernahrung.de das-tierhotel.de
www.fleisch-shop.de www.collie-in-not.de
www.barfshop.de  
Nohra  
www.tackstore.de hundewohl.de